Archive for the 'Twitter' Category

Tweet Me Right

3. September 2008

Bateman hat ein Blogstöckchen zu Twitter in die Welt geworfen. MC Winkel hat es aufgenommen und an seine Follower weitergereicht. Unter denen befinde ich mich auch. Und was wirklich produktives bekomme ich heute Nacht eh nicht mehr hin. Also los:

Wie lautet Dein Twittername?

guess

Seit wann twitterst Du?

Schon von Kindesbeinen an.

Wieviele Tweets hast Du seit dem versendet?

2273

Twitterst Du während Deiner Freizeit oder während der Arbeit?

Ich verstehe die Frage nicht. Freizeit? Arbeit?

Wie häufig twitterst Du am Tag/Woche/Monat?

Im Schnitt wohl so 5-10 mal am Tag, wobei es glücklicherweise twitterfreie Tage gibt.

Welches Twitter-Tool nutzt Du?

Ich habe twhirl gern genutzt, praktisch daran war die Multi-Account-Fähigkeit (um sonntagmorgen gleichzeitig zu bespaßen), habe mich dank der schönen Monitoring-Funktionen aber im Augenblick für Tweetdeck entschieden. Beides läuft mit der Alpha von Adobe Air auch unter Ubuntu-Linux.

Web-Basiert nutze ich eine Kombination aus Twitter Search und Feedraider.

Twitterst Du auch von unterwegs, wenn ja wie?

Übers Mobile, aber nicht mehr so gern, seit Twitter dann jeden 2. Tweet verschluckt.

Wieviel Personen followst Du?

514

Wieviele davon kennst Du auch persönlich?

Habe gerade eine Stichprobe genommen und hochgerechnet: Mit etwa 250 habe ich mich bestimmt schon mal unterhalten. Einigermaßen gut kenne ich vielleicht 40.

Wieviele Personen followen Dir?

538

Aus welchen Gründen folgst Du?

1. Interesse: Aufgrund eines interessanten oder unterhaltsamen Tweets, auf den ich meist durch @replies meiner bisherigen „Friends“ aufmerksam werde. Manchmal auch einfach aufgrund lustiger Namen oder Profilbilder.

2. Höflichkeit: Wer mir folgt und nicht offensichtlich spamt, bekommt sein Quentchen Aufmerksamkeit zurück.

Nutzt zu neben Twitter auch noch andere Dienste?

Ja. 😛

Was bedeutet für Dich twittern?

Twitter verringert die Produktivität. Also lasst uns gegen die Arbeitslosigkeit antwittern! Ernsthaft: Für Digitalnomaden, die ihre Kollegen nicht ohnehin an der Kaffeemaschine treffen, ist es ein schöner Ersatz für den belanglosen Smalltalk auf dem Büroflur.

Wie bist Du zum Twittern gekommen?

Eines Tages hat meine Stimme beim 141. Zeichen gestockt.

Was machst Du mit Deinen fremdsprachigen Followern aus dem Ausland?

Ich tanze den Schuhplattler für sie und erkläre ihnen, dass wir jetzt eine demokratische Regierung haben.

OK, für manche Antworten habe ich mehr als 140 Zeichen gebraucht, aber hier darf ich mich ja noch austoben. So, Ladies and Gentlemen, Friends and Followers, lasst von Euch hören.

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Microblog-Monitoring-Möglichkeiten

8. April 2008

Arme Unternehmen, arme Berater. An dieses neue, unkontrollierbare und schwer durchschaubare, vor allem aber verdammt schnelle Ding namens Blog hat man sich so gerade gewöhnt, und nun kommt dieses Twitter daher wie Blogs auf Extasy. Die institutionalisierte Abwesenheitsmitteilung, die Nebensächlichkeiten der ganzen Welt, wildes Gezwitscher. Was machen wir damit? Am besten erst mal ignorieren: „Irrelevant, was soll auf 140 Zeichen schon passieren?“

Zwei Beispiele belehren uns eines besseren: Die Nachricht vom Konflikt zwischen erstiVZ und studiVZ wegen angeblicher Markenrechtsverletzungen machte zunächst bei Twitter die Runde, bevor sie nach und nach Einzug in die Blogs hielt. Erst als Spiegel Online anrief, zog studiVZ die Bremse. Twitter war über die ganze Dauer Motor und Seismograph der Diskussion.

Manch ein amerikanisches Unternehmen ist da schon weiter, wie Michael Arrington von Techcrunch schreibt: Der DSL-Provider Comcast beobachtet Twitter offenbar sehr genau. Bei einem Netzausfall und nach fruchtloser Zeit an der Hotline des Anbieters machte Arrington seinem Ärger bei Twitter Luft. Daraufhin rief ihn ein Comcast-Mitarbeiter an, die Störung wurde umgehend behoben.

Was kann die Unternehmenskommunikation unternehmen? Die Antwort kann nicht in jedem Fall lauten, sich in den Brandherd zu setzen. Selbst twittern ist die Kür, dieses Instrument muss zur Marke und ihrem Kommunikationsstil passen, braucht ein wenig Fingerspitzengefühl und Zeit. Finger weg, wenn das nicht gegeben ist. Ein wenig Beobachtung kann aber nicht schaden. Von der Public Timeline, in der ungefiltert sämtliche weltweiten Nachrichten dargestellt werden, sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen. Eine Reihe von Monitoring-Instrumenten erleichtert die Beobachtung, auch ohne selbst bei Twitter angemeldet zu sein.

Wer sich einen Überblick darüber verschaffen will, welche Themen, Firmen und Produkte bei Twitter gerade heiß diskutiert werden, kann das bei Twitterverse tun. In einer Tagcloud werden dort die meistgenannten Worte gelistet. Den Vergleich der Nennungshäufigkeit mehrerer Schlagworten ermöglicht Tweetvolume, zum Beispiel zwischen „Clinton“ und „Obama“. Dass Obama weit vorne liegt, überrascht nicht. Er bedient die internetaffinere Klientel und betreibt auch bei Twitter die bessere Kommunikation. Zum Beispiel indem er seine Fans nach den Regeln der Attention Economy belohnt: Jede „follow“-Anfrage wird ebenso beantwortet.

Über die reine Quantität hinaus gehen Schlagwort- und Suchdienste: Hashtags sammelt alle Tweets (Twitter-Nachrichten), die mit „#Schlagwort“ zugeordnet wurden. Allerdings müssen die erfassten User zuvor einen bestimmten Twitter-Account zu ihren Freunden hinzugefügt haben. Diese Einschränkung gilt für Twemes zwar nicht, beide vereint aber ein Haken: Was nicht explizit verschlagwortet wurde, wird nicht erfasst. Das macht diese Dienste zu guten Tools zur Gruppen-Kommunikation z.B. für Veranstaltungen, aber fürs Monitoring kaum brauchbar.

Simpel und gut für diese Zwecke ist Tweet Scan. Komfortable Details: Man kann sich Permalinks und RSS-Feeds für spezifische Suchen, etwa nach Kaffee, anlegen. So kann man sich per Feed Reader oder Feed Aggregator über Tweets zur eigenen Firma, Mitbewerbern und wichtigen Schlagworten übersichtlich auf dem Laufenden halten.

Auf ein neues Tool bin ich gestern bei Klaus Eck gestoßen: Über Quotably lassen sich Konversationen bequem mitverfolgen, zum Beispiel meine oder die von sonntagmorgen.

Eine Warnung zum Schluss: Arrington rät nun jedem Kunden, der ein Problem mit Comcast hat, sich die Zeit in der Warteschleife zu sparen und gleich auf Twitter zum öffentlichen Angriff zu blasen. Die Kunden bemerken, dass dieser Rückkanal effektiver ist. Spricht das also gegen eine Reaktion auf Twitter-Nachrichten, Blogs & Co.? In meinen Augen spricht es eher dafür, es nicht so weit kommen zu lassen, sondern den Kunden einen bequemen und direkten Rückkanal zu bieten.

Nahezu alles, was man über Twitter wissen sollte, steht im „Big Juicy Twitter Guide„.Eine
umfassende Liste der verfügbaren Microblog-Monitoring-Services einschließlich der Twitter-Konkurrenten Pownce und Jaiku bietet Internetszene.

Einigung zwischen erstiVZ und studiVZ

15. Februar 2008

Zwischen der Community StudiVZ und dem Studentenprojekt ErstiVZ scheint es zu einer Einigung gekommen zu sein: ErstiVZ-Betreiber Peter Grosskopf teilte eben die Lösung des Konflikts mit. Da Peter von der geplanten Einrichtung eines Spendenkontos nun Abstand nimmt, darf man vermuten, dass er die zunächst vom Anwalt geforderten 2000 Euro Abmahngebühr nicht oder nicht in voller Höhe zahlen muss. Er wird sich für sein Projekt aber einen neuen Namen suchen müssen (Vorschläge? Ich wär ja für ErstiBC).

Dass von der ersten Meldung bis zur Einigung nur 28 Stunden vergangen sind, dankt Peter vor allem der schnell aufgebauten Öffentlichkeit: Von Twitter fand das Thema innerhalb von Minuten in die Blogs und Onlinemedien, bis sich auch große Nachrichtenportale dafür interessierten.

Ob hinter dem plötzlichen Einlenken von höchster Stelle echte Einsicht oder nüchterne Deeskalationspolitik steht, lässt sich von außen kaum beurteilen, spielt aber zunächst eine untergeordnete Rolle. Für mich entscheidend ist, dass Peter für sein Engagement an der Uni nicht auch noch büßen musste und dass der Fall ein anschauliches Beispiel für die Herstellung von Öffentlichkeit durch Twitter und Blogs geworden ist.

Am Rande imponiert mir, dass Peter bei alle dem Stress mit Anwälten, A-Bloggern und Journalisten, bei dem er wahrscheinlich noch ein paar neue Freunde kennengelernt hat, noch zeit für Katzencontent hatte. 😉

„Super Tuesday“ aus der Vogelperspektive

5. Februar 2008

Faszinierend und fesselnd ist der Blick auf die US-„Primaries“, die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur, den ein Mashup aus Google Maps und Twitter namens Twittervision bietet. Eine Landkarte voller Meinungen ganz normaler Menschen. Na gut, so weit man Twitteruser als „ganz normal“ einstuft.

Twittervision verortet die 140-Zeichen-Statements der Twitter-User auf der virtuellen Landkarte von Google Maps. So sieht man dort nun alle paar Sekunden eine neue Nachricht von irgendwo aus den Staaten und häufig auch aus Europa, zumeist Aufforderungen zum Wählen oder Parteinahmen für den einen oder anderen Kandidaten, aber auch Kommentare zum Ablauf und Drumherum.

Es lohnt sich, diese kleine Welt für ein paar Minuten aus dieser neuen Perspektive zu betrachten in dem Wissen, dass man gerade einen winzigen Ausschnitt aus der unfassbar großen Menge individueller Perspektiven zu sehen bekommt, die sich in Kürze auf einen einzigen Menschen einigen sollen, um ihr Land durch die nächsten vier Jahre zu führen.

Das Internet ist etwas wunderbares. Demokratie ist ein kleines Wunder.

Intelligent Corporate Website 2 – WAS

30. Juli 2007

An dieser Stelle möchte ich meine Überlegungen zur „Intelligent Corporate Website“, wie Cem sie nennt, fortführen. Im Laufe der Zeit möchte ich vom WAS über das WARUM zum WIE kommen, also grob umreißen, was eine solche Seite beinhalten könnte, wozu das gut ist und wie das aussehen und umgesetzt werden könnte.

Welche Web 2.0-Elemente ließen sich also wie auf einer solchen Seite verwenden? Den Rest des Beitrags lesen »