Corporate Blog oder gleich „intelligent Corporate Website“?

29. Juli 2007

Gedankendiffusion: Cem Basman denkt in seinem Blog und bei XING über eine „intelligent Corporate Website“ auf Blogbasis nach:

„Eine Website, die zunächst vielleicht wie eine herkömmliche wirkt aber mit starken eingebetteten persönlichen (Blog), interaktiven, dialogorientierten oder aktuellen (RSS Feeds) Elementen. Eben alles, was Blogtechnologie hervorgebracht hat und alles was den meisten Corporate Websites abgeht bzw. fehlt.“

Gerade in den letzten Tagen habe ich noch darüber sinniert, wie eine zeitgemäße Corporate Website aussehen könnte, insbesondere für Ein-Mann-plus-Netzwerk-Unternehmen wie meines. Dynamische Elemente wie Vorstellungen aktueller Projekte und ein Blog mit Kommentarfunktion sind zwar enthalten, das geht mir aber eigentlich noch nicht weit genug.

Die Corporate Website meiner Vorstellung besitzt eine Tagcloud, über die sowohl Blogbeiträge als auch dazugehörige Projekte zu erreichen sind. Regelmäßige Freie Mitarbeiter würde ich gern am Corporate Blog beteiligen – und warum nicht das Kunden-Feedback gleich über die Kommentare einholen?

Auf einer solchen Seite würde ich mich selbst auch viel lieber bewegen. Ich sehe den Effekt ja schon am Traffic meiner beiden Seiten – hier ist einfach mehr los. Warum soll ich mich hinter einer glattgebügelten Corporate Site verschanzen, wenn ich dem Kunden in erster Linie mich und meine Ideen verkaufen will?

Auch für die nicht-öffentliche Kommunikation könnte man neue Wege gehen: Im Rahmen der 2. pl0gbar in Münster haben wir uns am Donnerstag noch darüber unterhalten, Wikis zur Auftragsabwicklung einzusetzen. Das erfordert vielleicht eine Zeit der Einarbeitung, hat aber gerade bei komplexeren Aufträgen den Vorteil, dass alle Beteiligten beider Seiten getroffene Absprachen „schwarz auf weiß“ haben, nachsehen und ggf. ändern können.

Cem schreibt in der WordPress-Gruppe bei XING, die Konzeption und Einrichtung solcher Seiten wäre evtl. noch eine unbesetzte/schwach besetzte Marktnische. Stimmt. Und der Bedarf wird wachsen: Jeremiah Owyang erklärt, dankenswerterweise in Übersetzung durch Jörg Weisner, warum traditionelle Unternehmens-Websites irrelevant werden. Die Essenz: Um die Lufthoheit über ihr Image zu behalten und erste Anlaufstelle zu bleiben, sollten Unternehmen sich im Netz öffnen.

Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich die Idee mal konkretisieren und mich an die Umsetzung machen. Vielleicht wird das ja zum Pilotprojekt. Mal sehen.

7 Antworten to “Corporate Blog oder gleich „intelligent Corporate Website“?”

  1. Cem Basman Says:

    Höchst interessant. Halte mich auf dem Laufenden. Eigentlich sollten wir dazu irgendwann zusammen einen Kaffee trinken🙂

  2. Till Says:

    Beim Startup Weekend wird der sicher literweise fließen. Ob uns dann aber die Muße dazu bleibt, steht in den Sternen. Vielleicht klappts ja schon früher.

  3. Cem Basman Says:

    Ich organisiere die Pfandtassen dafür…


  4. Den WordPress Corporate Blog zur Corporate Website aufblähen

    Kommt gerade von Till, der Hinweis auf die von Cem Basman angestoßene Diskussion in der Xing WordPress Gruppe. Wie lässt sich der WordPress Corporate Blog zur eigenständigen Corporate Unternehmens Seite pimpen:

    “Eine Website, die zun&…


  5. […] Intelligent Corporate Website, PR, Blogs, Marketing, Web 2.0 An dieser Stelle möchte ich meine Überlegungen zur “Intelligent Corporate Website”, wie Cem sie nennt, fortführen. Im Laufe der Zeit möchte ich vom WAS über das WARUM zum WIE […]

  6. taotakashi Says:

    Da Till mich ja zu dieser Diskussion eingeladen hat, hier mal meine Meinung (achja, bin mal wieder hier als Tao Takashi eingeloggt, mein deutsches Blog ist zu finden unter http://mrtopf.de/blog).

    Ich bin ja recht viel in Web2.0-Weiten (vor allem wohl im englischsprachigen Raum) unterwegs und da hat sich im Moment so einiges an Projekten angesammelt, die alle mehr oder weniger mit meiner Firma COM.lounge (http://comlounge.net) zu tun haben.

    Die Homepage selbst ist leider im Moment auch recht statisch bis auf die News auf der Frontpage, aber das soll sich demnächst auch noch ändern, da ich plane, all diese Projekte zwar nicht unbedingt unter comlounge.net zu hosten, sondern dieses dort mehr zu sammeln.

    Und das sind im Einzelnen ein deutsches Blog (s.o.), ein englisches SL-Blog (http://taotakashi.wordpress.com), ein engl. Video-Blog (http://comlounge.tv), ein privateres Videoblog (http://mrtopf.tv), ein Twitter-Account (http://twitter.com/mrtopf) sowie Jaiku/Pownce, ein engl. Developer-Blog bald wieder, dazu noch Bilder bei flickr usw.

    Also alles etwas durcheinander und wohl auch schwer zu überblicken.

    Trotzdem würde ich aber sagen, dass ein Mix aus folgenden durchaus Sinn macht:

    – Homepage mit einem Firmenblog, das regelmäßig gepflegt wird
    – ein Firmen-Podcast, der vielleicht nicht lang sein braucht und z.B. neue Ideen oder ähnliches vorstellt (wie z.B. der Crayoncast (http://crayonville.com)
    – evtl. ein Videoblog
    – eine Second Life-Sprechstunde
    – eine Microblogging-Site wie twitter.com, denn auch wenn manch einer vielleicht gegen sowas ist, so sind doch viele auch dafür (ich z.B.), denn wenn ich den Stream dort lese, dann seh ich vielleicht auch etwas von der einen oder anderen Firma dort. Halt nur ein weiterer Kanal und auch recht pflegeleicht.

    Am wichtigsten ist aber meiner Meinung, dass man die einzelnen Elemente auch verbindet, denn nicht alle haben die Muße, ein Videoblog zu schauen oder einen Podcast zu hören, andere sind nicht in Second Life oder lesen keine Blogs. Daher macht es Sinn, die Konversation auf all diesen Medien zu vernetzen, wie z.B. Crayon das vormacht.

    Die Frage ist natürlich, welche Plattform nehmen. Hier bin ich natürlich ein Verfechter des CMS Plone, aber für die meisten Blogging-Ansätze tut es natürlich auch WordPress, zumal wir noch an der Blogging-Geschichte für Plone arbeiten.

    Was aber jetzt comlounge.net betrifft, so ist dies ja nun ein Plone und eine Syndizierung allen Contents per RSS ist kein Problem und mit dem richtigen Tool sind es dann sogar richtige Content-Objekte, die z.B. in der Suche usw. auch wieder auftauchen können. Somit wird also wirklich handfester Content ausgetauscht.

    So, das mal mein Kommentar dazu🙂


  7. […] Zeit habe ich hier über den Einsatz von WordPress für eine neue Form von Unternehmenswebsite räsoniert, mit der Vorstellung, die Trennung von Corporate Website und Corporate Blog aufzuheben. Iris […]


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