Archive for the 'on tour' Category

Zwei Tage Paris in Stichworten

24. Oktober 2007

Hätte ich das alles an Twitter gesendet, wäre ich nun arm. Aber diese Notizen hätten sich gut für diesen Weg der Verbreitung geeignet. Sind minimal redigiert zur allgemeinen Erheiterung, dieser Tage werden ein paar Fotos folgen.

  • Thalys 1. Klasse ist angenehmes Reisen. Würde ich jederzeit wieder machen und dem Flieger vorziehen. Nur die deutsche Website ist ein Alptraum.
  • Croissants nach paris mitbringen ist ein wenig…
  • Reizüberflutung. Morbus Stendhal (der ist übrigens auf dem Montmatre beerdigt)
  • ein einzelner hässlicher neubau zwischen all den schönen häusern und da singt ein kind vom balkon
  • die gleiche luft wie in berlin vor einem jahr, nur ein wenig würziger
  • Mein Englisch ist eingerostet – und mein Französisch? Auf Martinique im Urlaub
  • Jemand quatscht mich blöd von der Seite an, nur um in eine Schimpftirade darüber auszubrechen, dass ich kaum Französisch spreche. Lingualimperialisten.
  • Auf der straße weiter hinten rast ein geldtransporter nach rechts, vorn auf der champs elysees die polizei mit blaulicht nach links, wie in einer gaunerkomödie
  • Oh, you’re not french – so isses, tut mir auch furchtbar leid. aber was lässt mich heute so einheimisch aussehen?
  • Gerade wollte mich ein Freund vom Flughafen abholen – in Berlin. Falsche Woche.
  • das deux carottes ist urig, aber an petit dejeuner werde ich mich nie gewöhnen
  • der parisien hupt für sein leben gern. gründe bekommt er genug.
  • warum hab ich eigentlich immer noch keinen hunger? nicht mal auf dem markt mit all den gerüchen. das wunder des petit dejeuners?
  • Wie entspannend – einen vormittag nicht an zuckr gedacht, nicht an edelbild – ups, schon passiert, schnell wieder ausblenden
  • die sonne scheint, aber es ist schon ziemlich froid
  • ein bisschen außerhalb ist paris eine ziemlich normale großstadt. da fühle ich mich irgendwie wohler
  • in frankreich italienisch essen gehen… aber gut! es gibt steak.
  • wenn wir die hiesige wasserqualität hätten, würde ich auch den lieben langen tag wein trinken
  • Stehe ich auf einem sockel? Hab ich ein bronzeschild um den bauch? also warum wollen sich asiatische touristinnen unbedingt mit mir fotografieren?
  • sitze auf der champs elysees in der sonne und lese niklas luhmann
  • sind pali-tücher generell wieder in oder ist das nur hier so?
  • mein französisch kommt wieder. es kommt so etwas wie eine unterhaltung zu stande.
  • Im Mercedes CL 63 AMG gesessen. Leider nicht gefahren. TV und Radio ausprobiert. HipHop-Sender ausgewählt. Komm mir vor wie in einem 50ct-Video. Sogar für hiesige Verhältnisse ein protziges Auto.

Und sonst? Mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen. Und neben einem arabischstämmigen Schauspieler-Beau auch wieder einen Jungunternehmer kennengelernt. Mit einer interessanten Werbeform im Portfolio. Werde mich vielleicht mal darum kümmern, wenn ich Zeit hab. In meinem recht heruntergekommenen Hotel (für nächstes mal hab ich eine bessere Empfehlung bekommen) werd ich jetzt erst mal ein paar Stunden Schlaf zu mir nehmen. Wenn man mich denn lässt.

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3 Monate ohne

16. Oktober 2007

Nein, ich habe mir nicht das Rauchen abgewöhnt. Absichtlich Abgase einatmen kommt mir schon länger abstrus vor. Es geht um die andere Sucht. Seit genau einem Vierteljahr bin ich mit Bus, Bahn, Taxi und dem Polo meiner Freundin unterwegs. Zeit für ein Zwischenfazit.

Die Voraussage von Micha, schon vor mir autoloser Autonarr, hat sich bewahrheitet: Ich habe das Auto weniger vermisst als befürchtet. Nicht dass man mit der Bahn wirklich immer stressfreier und pünktlicher unterwegs wäre. Ihr unschätzbarer Vorteil ist aber, dass man dafür nicht selbst verantwortlich ist, sondern sich so oder so zurücklehnen oder seiner Arbeit widmen kann. Genau das, der geringere Arbeitszeit- oder Freizeitverlust, macht den Bahnreisenden flexibler als den Autofaher.

Aller Vernunft zum Trotz möchte ich hin und wieder einfach gern ein (schnelles) Auto fahren. Dasjenige, das ich am meisten vermisse, ist interessanterweise nicht mein letztes und neuestes, der 156, sondern die alten 155 davor. Den hier zum Beispiel:

Alfa Romeo 155 V6 Zender Milano

So einen roten hab ich gestern vor dem Supermarkt stehen sehen. Zwar nicht mit den Zender Milano „Gullideckeln“, dafür mit der original Recaro Sitzausstattung. Die ist extrem selten. Meine Freundin hat mir heute morgen noch maximal acht Monate gegeben. Mal sehen, wie lange ich der Sucht noch standhalte. Das Wettbüro bleibt geöffnet.

Dopplr-Effekt fürs Train Set

10. Oktober 2007

Können wir uns nächste Woche in Münster treffen? Nein, da bin ich in Frankfurt. Aber zurück komm ich durch Köln. Bist Du nicht eh in Aachen? Nein, nur noch bis Freitag. Also übernächstes Wochenende? Tut mir leid, da bin ich in Hamburg… Solche Gespräche hab ich original so schon geführt und kam mir ziemlich dämlich dabei vor. Wie ein Abklatsch dieser furchtbar wichtigen Investmentbanker aus der Fernsehwerbung. Tokio? New York? Nein, umsteigen in Hamm.

Seit ich mich mit dem Web 2.0 beschäftige und meine ein, zwei Projekte ernsthaft betreibe, hat sich meine Reiseaktivität enorm verstärkt, und meinem beruflichen Umfeld gehts nicht anders. Zeit also dafür, erstens die Klasse des Train Set auszurufen. Das sind die Leute, die es zwar noch nicht zum Jet Set gebracht haben, aber mindestens genauso viel unterwegs sind – eben mit der Bahn.

Zweitens habe ich mich heute, auf freundliche Einladung von Andreas, bei dopplr angemeldet. Ein bestechend einfacher Dienst im Closed-Beta-Stadium, der mir den derzeitigen groben Aufenthaltsort und die zukünftigen Trips meiner Freunde anzeigt. So kann ich mich zum Beispiel schon mal am Rande des Barcamp Berlin verabreden und nachsehen, ob ich mich mit einem anderen vielreisenden Netzwerker irgendwann mal wieder in einer Stadt befinde.

Wer meint, dass ich mich für seine Reisedaten interessieren könnte, kann mich gerne anmailen. Ich schick dann eine Einladung los.

Der Norden

24. August 2007

„Meine Damen und Herren, lassen Sie den Tag in unserem BordBistro ausklingen…“ Ein Bierchen auf die zwei Tage in Hamburg klingt gar nicht schlecht. Sie waren erhellend, anstrengend, lecker und voller Überraschungen:

Erhellend war gleich nach Ankunft das Gespräch mit Timm Christophel, und zwar gleich für uns beide. Mir hat er eine Menge Neues zum Thema Rechtsform und Finanzierung erzählen können und ein paar sehr nützliche Links geschickt, ich konnte ihm ein wenig Know-How in Sachen Marketing im Web abgeben. Timm bietet, insbesondere für IT-Leute, Beratung zur Selbständigkeit im weitesten Sinne. Die kann, muss sich aber nicht in einer Unernehmensgründung ausdrücken. Selbständig leben kann man auch als Angestellter. Timm hilft dabei, Ziele auszumachen, zu verfolgen und zu erreichen.

Lecker gemacht wurde das Wochenende durch Anja, bei der ich mich ganz herzlich für die Gastfreundschaft bedanke. Nur kann ich jetzt meinen Filterkaffee hier nicht mehr trinken. Eine Espressomaschine und ein Milchaufschäumer muss her, dringend!

Anstrengend im positiven Sinne war der Spaziergang mit Marek. Marek war schon Web 2.0-Unternehmer, als es noch kein Web 2.0 gab, was eine mögliche Erklärung dafür ist, dass heute kaum noch jemand seine Projekte Flork und Gnod kennt. Marek hat Erfolgsforschung betrieben und festgestellt, dass es wohl auch an mangelnder Fokussierung und Kooperation gelegen haben könnte. Eventuell tauchen die von ihm gesammelten Erfolgsfaktoren hier noch mal auf. Ich freue mich auf die nächste Diskussion über Web-Projekte, Vertrauen, Systemtheorie und ein glückliches Leben.

Überraschend kam der Anruf aus Berlin, von einem Bekannten, den ich ein wenig aus den Augen verloren hatte. Auf der Suche nach Infos über Politiker-Blogs ist er auf meine Beiträge zur Politischen Online-Kommunikation gestoßen. Ich werde gegooglet, also bin ich. Nun lebt der Kontakt wieder auf und ein neues kleines Projekt kündigt sich an.

Noch mehr überrascht hat mich die neue Aufgabe, die mir zuteil wurde: Beim StartupWeekend werde ich für Kommunikation und Koordination zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen sorgen. Kommt davon, wenn man mit Ideen um sich wirft, statt in Ruhe sein Alster zu trinken. Morgen mehr dazu. Ab ins Bord Bistro.

Der tut nichts. Der will nur spielen.

20. August 2007

Für eine Dreiviertelstunde bin ich heute in Hamm gestrandet. Da steppt nicht gerade der Bär. W-LAN sowieso Fehlanzeige. Verschlafener ist nur noch Eschweiler (Fotos).

Eschweiler Hauptbahnhof Eschweiler Hauptbahnhof

Aber einen guten Kaffee in einer schön restaurierten Bahnhofshalle gibt’s, und im Feedreader die Nachrichten der letzten Stunden.

Wie auf Absprache bezeichnet innerhalb eines Tages schon der Zweite mein Projekt ohne Namen als „Killerapplikation“, diesmal Uli Bartholmös. Was für ein Wort. Klingt so böse. Dabei bin ich doch so ein netter Kerl. Völlig unschuldig. Wie ein Welpe. Lasst es uns eine Streichelapplikation nennen. *malt Sonnenblumen auf seinen Laptop* Das Feedback und die Stoßrichtung anderer Startups machen mir Mut, gebieten aber auch zur Eile. Aber in Sachen Personal und Finanzen tut was im Augenblick.

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BarcampCologne2: Review Tag 2

20. August 2007

Das BarCamp Cologne ist vorbei und das Virus hat mich infiziert. Wird wohl nicht mein letztes gewesen sein. So viele interessante Gespräche an einem Wochenende hatte ich selten. Außerdem habe ich gelernt, dass die Polizei das Web 2.0 erfunden hat. In der Tat generieren die Freunde und Helfer einen Content, von dem mancher Community-Manager nur träumen darf.

Frischluft 2.0

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Input, input! Bar-Camping 1

18. August 2007

Jetzt doch noch als regulärer Teilnehmer bin ich bei meinem ersten Barcamp. Die Party gestern war ein gelungener Auftakt. Danke an Townkings für das Freibier und Gleb von Townster für das gute, ausführliche Gespräch und die versprochene Unterstützung. Townster – spätestens jetzt mein Favorit für Localsearch! Zu einer späteteren Gelegenheit werde ich näher auf meine Erfahrungen mit dem Angebot eingehen.

Sehr ermutigend waren auch die Gespräche über mein neues Projekt ohne Namen. Niemand, der es für unsinnig und hoffnungslos hielt, stattdessen viel Interesse und Zuspruch. Ich hoffe, dass bis Ende des Monats die Entwicklung losgeht. Nach und nach wird es auch mehr Infos geben. In aller Kürze: Es geht um Reputation, Vertrauen und Empfehlungen.

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Terminübersicht: Barcamp, pl0gbar, StartupWeekend, omd

11. August 2007

Im Folgenden liste ich mal, wo ich mich in den nächsten Wochen rumtreibe. Das kann für alle nützlich sein: Für mich, für die, die mich gern treffen würden und für die, die das vermeiden wollen. 🙂

Wartelistenplatz 33 – Barcamp Cologne, ich komme!

17.-19. August

barcampcologne2

In einer Woche sitzen über 200 Blogger, Podcaster, Programmierer und sonstige Webber in Köln zusammen, um auf der Un-Conference Wissen und Erfahrung zu teilen. Das Programm mit Wann und Wo ist auch raus. Vorglühen kann man schon am Donnerstag bei der pl0gbar und Freitag bei „Wag the long Tail“ (Überlege noch, ob ich da hin will. Kommt jemand mit?), Freitagabend gibts die offizielle Party.

Ich bin nur eine Haaresbreite von einem regulären Teilnahmeplatz entfernt, aber das wird noch passen. Dass ich den Beginn der Anmeldung verpasst habe, war die Initialzündung, mir einen Twitter-Account zuzulegen.

pl0gbar, Münster

21. August, 20:00 Uhr

pl0gbar

Biercafé Fundus am Hauptbahnhof. Mehr Infos

Vortrag des Dalai Lama, Münster

21. September

Der Besuch des Dalai Lama ist mehr außer der Reihe. Auch dafür gibts evtl. noch Karten.

StartupWeekend, Hamburg

22. – 23. September

StartupWeekend

Das StartupWeekend ist einer der spannendsten Termine des Jahres für mich. Innerhalb eines Wochenendes soll mit einem Team von über 100 Leuten eine Firma entstehen. Eine Organisations-Meisterleistung! Da nun mit dem Stilwerk eine unglaublich inspirierende Location gefunden ist, stehen die Sterne günstig.

Reguläre Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich, aber es wird noch studentische Unterstützung gesucht!

omd07, Düsseldorf

25. + 26. September

Letztes Jahr hab ich da den ersten Apfel seit langem bekommen, den ich ohne allergische Reaktion essen konnte. Bio-Food mit Logo zu verteilen war schwer angesagt. Mal sehen, was diesmal dran ist. Ich könnte da ganz köstiche Suppen empfehlen.

Auf jeden Fall wirds wieder lustig und ein, zwei nette Leute wird man wohl auch wieder treffen. Auf der Ausstellerliste findet man auch diverse Web 2.0-Unternehmen. Registrierung ab Montag. Alex, kommst Du wieder mit?

PFANDTASSE on tour – Tourdaten-Änderung!

4. August 2007

Die „den/die muss ich unbedingt mal treffen“-Liste ist sehr lang geworden in letzter Zeit. Skype, Telefon und Mail ersetzen einfach nicht die inspirierende Atmosphäre eines Straßencafés und der guten alten Primärkommunikation. Also packe ich meinen Koffer und reise in Kürze ein Bisschen rum. Im Folgenden die Daten der

„Meet & Greet“-Tour 2007:

Frankfurt und Bingen fallen wohl aus. Vielleicht ziehe ich Münster und Hannover vor. Fest stehen:

17. 8. – Aachen

18.-19. 8. – Köln-Barcamp

20.-22. 8. – Münster

23.-26. 8. – Hamburg

irgendwann zwischendurch Berlin?

29. 8. – Düsseldorf

Einige Leute sind schon fest eingeplant. Wer sich gern noch mit auf die Liste setzen möchte, ist herzlich willkommen und findet hier reichlich Gelegenheit, mich zu kontaktieren. Eventuell verschieben sich die Städte einen Tag rauf oder runter. Zugesagte Termine werden aber eingehalten.

Von unterwegs werde ich natürlich dieses Blog befüllen mit Fotos, kleinen Anekdoten und vielleicht einigen interessanten Ideen und Gesprächsnotizen.