Intelligent Corporate Website 2 – WAS

30. Juli 2007

An dieser Stelle möchte ich meine Überlegungen zur „Intelligent Corporate Website“, wie Cem sie nennt, fortführen. Im Laufe der Zeit möchte ich vom WAS über das WARUM zum WIE kommen, also grob umreißen, was eine solche Seite beinhalten könnte, wozu das gut ist und wie das aussehen und umgesetzt werden könnte.

Welche Web 2.0-Elemente ließen sich also wie auf einer solchen Seite verwenden?

Auf jeden Fall gehört Twitter hinein. Sorry, Tobias! Lange genug stand ich dem „Microblogging“ sehr skeptisch gegenüber. Es kommt – wie bei Blogs – einzig darauf an, was man damit macht. Der Kunde ruft alle 2 Stunden an und fragt nach dem aktuellen Stand? Bekommt Zugang zum geschützten internen Twitter-Account.

Der öffentliche Account macht die Firma greifbarer. Wie ich bei XING schon geschrieben habe: Eine dauer-sendende Webcam im Büro fände ich albern und nervig, aber hin und wieder einen Zweizeiler zu tippen (im Bewusstsein, dass die Kunden das lesen, also kein Schweinkram!) wär eine nette Auflockerung für die Website. Sollte ich bei Gelegenheit hier auch mal einbauen. So lange: Twitter

In einem Wiki ließe sich nicht nur intern die Zusammenarbeit organisieren, sondern auch der gemeinsame Wissensstand und Absprachen mit dem Kunden fixieren. Gerade bei mehreren Ansprechpartnern ein Segen – wer für Vereine gearbeitet hat, weiß, wovon ich rede.

Obwohl es die Basis des ganzen bildet, habe ich das Blog bisher nicht erwähnt. Über diese Funktion wird über neue Produkte und Projekte informiert, Wissen mit Kunden, Partnern und Interessierten geteilt, Kompetenz und Aktivität bewiesen. Klar kann man das in mehrere Rubriken + Corporate Blog + Personal Blog trennen, aber wozu gibt es Kategorien/Tags?

A propos Tags: Die sind zentral in der „ICW“, denn so ziemlich alles lässt sich ordentlich verschlagworten. Nehmen wir an, die Firma bietet genau solche Seiten an, von der Konzeption bis zum fertigen Produkt. Klicke ich in der Tagcloud auf „SEO“ oder „Design“ finde ich nicht nur Blogeinträge dazu, sondern Projektbeispiele, evtl. FAQ/Tutorial und den/die zuständigen Mitarbeiter mit Kontaktinformationen.

Auf ein Puzzleteil des Ganzen bin ich gerade per Zufall bei Atlas Ventures unter „Team“ und „Portfolio“ gestoßen. Sven Wiesner setzt den Ansatz schon sehr konsequent um, das übertragen von der One-Man-Show auf ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern, und wir wären da.

Diese Frage gehört schon ins „Wie“, aber auch wenn die Initialzündung ausdrücklich WordPress enthielt, möchte ich an dieser Stelle fragen: Ist WordPress für so was die beste Basis? Gibt es gute Alternativen? Vor- und Nachteile?

5 Antworten to “Intelligent Corporate Website 2 – WAS”

  1. Sven Says:

    Spreche mich für WordPress aus. Ich habe mit vielen CMS Systemen gespielt, keines ist so wandlungsfähig, nutzbar und offen wie WordPress. Aber vielleicht nur eine Einzelmeinung?

  2. Tobias Says:

    Zu Micro-Blogging:
    Menschen haben zu viel Zeit wenn sie Microblogs verfolgen. Punkt.

    Zu WordPress:
    Wunderschönes Interface, nette Plugins, gute Community-Unterstützung – Aber immer noch eine Blogsoftware. Ich suche ja auch schon seit Jahren immer mal wieder nach dem einen CMS („One CMS to drive them all – One CMS to bind them. One CMS to take them all and in the database write them“ … *räusper*), aber ich finde mich langsam mit dem Gedanken ab, dass es die EINE Lösung nicht gibt. Evt. könnte man WordPress nehmen und weiter entwickeln, damit es eines schönen Tages genau das kann, was man für eine Corporate-2.0-Site braucht…

    Zu Corporate-2.0-Sites/Diesem Konzept allgemein:
    Die hier angedachten Aspekte dienen alle stark der Selbstdarstellung und eignen sich daher auch nur für Kleinbetriebe wie meinen und deinen, wo es auch tatsächlich nur 1-2 Personen zum Selbstdarstellen gibt. Wir mögen vielleicht all die netten hier genannten Aspekte (außer Twitter!😉 ) weil wir ja auch schon bloggen und taggen usw usf… aber das heißt nicht, daß der Besucher das auch wirklich sehen will. Im Grunde ist die Fragestellung „Wie können wir morgen fancy sein?“ und nicht „Was will der Besucher wissen?“. Man darf sich natürlich nicht auf eine der beiden Fragen alleine verlassen: Ersteres würde dazu führen, unbrauchbare schicke Müllseiten zu besitzen und das Zweite würde dazu führen, immer auf dem Stand von vorgestern zu sein, weil die neuen Entwicklungen ja nicht vom Endverbraucher zum Produzenten gehen, sondern umgekehrt. Aber man darf nicht einfach eines von beiden außer Acht lassen! Und z.B. Microblogging braucht kein Endbenutzer wirklich – Es ist ein Selbstdarstellungstool.

    Und jetzt mal ehrlich: Wollen wir denn, daß unsere Kunden alle 60min. über TWITTER einen Mini-Statusbericht kriegen können?! Ich z.B. würde das nicht wollen! Meißtens kommt doch irgendetwas immer dazwischen, man verschiebt seine Arbeitsphase an Projekt A für Projekt B … und schon hat man besorgten Kunden von A an der Strippe, weil seit dem letzten Twitter-Update am Projekt nichts mehr geschehen ist, aber die Arbeitsphase doch hätte stattfinden sollen. Gebt Kunden doch nicht noch mehr Werkzeuge in die Hand, die sie nur nervös machen! Kunden sind oft schon paranoid genug ohne dass sie alle 60min. Updates (oder auch nicht!) erfahren.

    Wenn Corporate-2.0 den transparenten Freiberufler bedeutet, dann ohne mich!

    Und noch ein Nachtritt an Twitter: Overhead. Kein bis wenig echter Mehrwert für den Leser -> Riesige Masse solcher Null-Mehrwert-Systeme -> Resultat: Werden komplett von Benutzern ausgeblendet.
    Benutzer habe nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit pro Website zu vergeben – Eine Reduktion auf das Wesentliche halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern sogar für unabdingbar. Wenn eine Corporate-Website wirklich gut sein will, dann sollte sie möglichst wenig „Bloat“ haben und möglichst fokussiert auf Dienstleistung sein! (Ich will ja nicht 5min. nach einem Treiber-Update suchen oder 3min. nach einer Kontaktadresse für Support meines Laptops o.ä. … Fokus, Fokus Fokus!)

    (Sorry für diese lange Rant…)

  3. Till Says:

    Selten so ein langes Plädoyer für die Beschränkung aufs Wesentliche gelesen.
    Kurz zum Thema Twitter: Ob es ein reines „Selbstdarstellungstool“ oder eine nützliche Ergänzung ist, kommt – wie bei „Makroblogs“ auch – nur auf den Benutzer an. Ich glaube, dass die 2.0-Gadgets, sinnvoll eingesetzt, eine Möglichkeit bieten, Firmen im Netz anfassbarer und menschlicher zu machen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen mag ich es nämlich, mit Kunden in Kontakt zu stehen.🙂

  4. taotakashi Says:

    Also ich kann nur für mich sprechen, aber ich will Twitter nicht mehr missen. Wenige Orte, wo ich so schnell alles mögliche an neuen Informationen bekomme. Ich denke, da hilft vor allem das 140-Zeichen-Limit😉

    (d.h. der Overhead fehlt doch eigentlich🙂 ).

    Ich denke auch, dass man einfach soviele Kanäle wie möglich bedienen sollte.


  5. […] der näheren Zukunft unter anderem beinhalten könnte, habe ich in den letzten Tagen hier und hier ausgeführt. Natürlich kam hin und wieder die Frage, wozu das gut ist, der Hinweis auf […]


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