Naseweis-Marketing

14. Oktober 2007

Wir waren heute in einem Ausflugslokal am Waldrand. Gleich vor der Eingangstür hatte jemand in großen Buchstaben mit Kreide „NÜSSE“ auf den Boden geschrieben. Eine Reihe Pfeile >>>> wies seitlich am Lokal vorbei >>>> über die Kreideschrift >>>>>> „15 Nüsse 50 Cent“ >>>>> bis zu einem Campingtisch vor dem benachbarten Wohnhaus, mit einem Karton Nüssen darauf und einem kleinen blonden Jungen dahinter.

„15 Nüsse 50 Cent, 30 Nüsse 1 Euro, 60 Nüsse 2 Euro“ stand auf dem Preisschild. Wir haben keine Nüsse mehr bekommen, Florian war schon dabei, den Stand abzubauen. Wie die Geschäfte liefen? Gut, meint er. Und geht die 20 Meter nach Hause.

Kostenlos wertvollen Traffic abgraben, den Kunden einfangen, wenn er ohnehin in Ausgebelaune ist, ein gestaffeltes Preismodell für jeden anbieten und – last but not least – ein kleiner blonder Junge sein. So funktionierts.

Kleiner Nachtrag: Ich habe es in seinem Alter, also mit etwa 7, auch mal mit Nüsse verkaufen probiert. Traffic gab es an der Bushaltestelle vor dem Haus auch, aber nicht das nötige Umfeld. Letztlich bin ich von B2C auf B2B umgeschwenkt und hab die selbstgesammelten Nüsse dem nächstgelegenen Bauern mit Hofverkauf aufgeschwatzt. Geht aber auch nur als kleiner blonder Junge.

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