„Gedränge“ auf dem StartupWeekend

27. August 2007

„Wer die Ordnung im Chaos findet, wird gewinnen;
wer das Chaos ordnen will, wird verlieren.“
– Hans Zaugg, Designer –

Wie Cem angekündigt hat, werde ich versuchen, den quirligen Haufen am ersten StartupWeekend zusammenzuhalten. Meine Aufgabe heißt Koordination. Das heißt keinesfalls, dass ich sage, was zu tun ist oder wer es zu tun hat. Im Gegenteil möchte ich mich nur darum kümmern, dass jeder bestmöglich tun kann, was gerade anliegt, Voraussetzungen und Verbindungen schaffen.

Im Interview für Gründerszene erklärt Cem unter anderem die vier Schritte, in denen das StartupWeekend abläuft (wer lieber liest ist bei Uli richtig – gute Besserung an dieser Stelle!). In Stichworten:

  • Pitch – Idee vorstellen in 3 Minuten, dann Abstimmung
  • Map Your Mind – grobe Planung und unterteilung in Teilprojekte und Kompetenzgruppen
  • Ausarbeitung in den Kompetenzgruppen
  • Zusammenführung

Cool, dass Joerg schon das Stichwort SCRUM in die Runde geworfen hat. Das hatte ich im Hinterkopf, als ich die Agile Businessentwicklung vorgeschlagen habe. Da wir nicht die Zeit für langatmige Konferenzen und ständiges Nachfragen haben, ist ein maximaler Grad an Selbstorganisation erforderlich. SCRUM (engl. „Gedränge“) basiert auf folgenden Prämissen:

  1. Individuen und Interaktionen gelten mehr als Prozesse und Tools.
  2. Funktionierende Programme gelten mehr als ausführliche Dokumentation.
  3. Die stetige Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über Verträgen.
  4. Mut und die Offenheit für Änderungen stehen über dem Befolgen eines festgelegten Plans.

Das Modell sieht die Verteilung von drei Rollen vor: Als Product Owner hätten wir den Pitch-Gewinner, eventuell auch ein kleines Leitungs-Gremium. Die übrigen bilden das Team. Dem Scrum Master in meiner Person kommt die Aufgabe zu, für Transparenz und Produktivität zu sorgen sowie Verbesserungspotentiale aufzuspüren. Er steht außerhalb der Hierarchie und ist nicht für die Kommunikation zwischen Team und Product Owner verantwortlich.

Als Tool für die Organisation schlägt Sven das Ticket-System Trac vor (kein Wunder dass ich das nicht finden konnte, hab es mit „ck“ versucht). Ich denke, mit SCRUM und Trac haben wir die passenden Instrumente. Für die Evaluation aus wissenschaftlicher Sicht, aber sicher auch für produktiven Input wird Cihan sorgen.

Die maximale Teamgröße, für die ich bisher verantwortlich war, waren ca. 30 Leute. Auch mit SCRUM bin ich nur zufällig in Berührung gekommen. Das ist also Neuland für mich, und ich freue mich über Unterstützung. Nach und nach will ich mich an die Einzelheiten herantasten. Gerade von geübten Projektmanagern und SCUM-Experten hätte ich gern Meinungen zur angemessenen Sprint-Länge, zum Product Owner (Einzelperson oder Gremium?), zur Größe der einzelnen Teams und allem, was ich bisher überhaupt nicht sehe.

3 Antworten to “„Gedränge“ auf dem StartupWeekend”

  1. Cem Basman Says:

    Schönes & gutes Zitat eingangs!… :-))


  2. […] here we go: [Update] Till hat seine Eindrücke vom ersten Tag veröffentlicht, er ist für die Koordination der Arbeitsgruppen zuständig. Der Live-Stream scheint übrigens nicht zu funktioniere. var addthis_pub = […]


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