Zugereist

6. Juli 2007

Diesen Beitrag schreibe ich im Regionalexpress. Toll, Guy Kawasaki bloggt vom Flugzeug aus. Mich kostet der Regionalexpress mehr Überwindung. Öffentliche Verkehrsmittel sind eigentlich nicht mein Ding. Wer mich kennt, weiß das. Aber ich habe mir vorgenommen, das ernsthaft noch mal auszuprobieren. Ein Erfahrungsbericht.7:20 Der Wecker klingelt.

7:25 Der Wecker klingelt.

7:30 Der Wecker klingelt. Ich stehe auf.

8:00 Jetzt aber den Laptop zu, Duschen, Kaffee, los.

8:14 Ich hasse feste Abfahrtszeiten. Thermoskanne nicht vergessen.

8:16 Bus zum Bahnhof. Keine Sekunde gewartet.

8:26 Ankunft direkt vor dem Bf. 10 Meter Regen und drin. Zum Auto wärs weiter gewesen.

8:30 Sogar der Fahrkartenautomat funktioniert. „Schöner-Tag-Ticket“ – für 22 Euro Köln und zurück, völlig o.k.

8:34 Ich sitze im RE. Jetzt sollte er abfahren. Learning: Fensterplatz meiden, durch einen dicken Versorgungstunnel bekommt man Beine und Füße nicht ansatzweise unter.

8:40 Der Zug setzt sich langsam in Bewegung. Geräusche der Mitreisenden werden mit Kopfhörern ausgeblendet. Der Laptop passt knapp zwischen mich und den Sitz vor mir. Ja, es ist 2. Klasse.

9:14 Ich wechsle in einen Vierersitz. Langsam wirds gemütlich und ich erinnere mich daran, dass ich auf diesem Weg eigentlich 4 Arbeitsstunden gewinnen wollte.

10:03 Nächster Halt: Wuppertal Hauptbahnhof. Zwei Präsentationen fertiggestellt, Mails geschrieben, telefoniert.

10:43 Leicht verspätet komme ich in Köln an. Fühlt sich nicht an wie 2 Stunden Reise, eher wie kurz aus der Bürotür.

15:21 Die Rückfahrt beginnt.

Rein in den RE, rauf, 2. Klasse Nichtraucher – Baaah! Es stinkt nach Bier.

Weiter hinten – 1. Klasse.

Zurück, runter – Es stinkt nach Rauch.

Andere Seite rauf – stickig.

Runter – Endlich. Halbwegs normales Klima, ein Vierer mit Tisch für mich und den Laptop. Und die Kinder nebenan sind friedlich. Arbeiten.

16:20 Verdammt bin ich gerade produktiv. Ganz gut, dass es hier kein Internet gibt.

16:47 Der Laptop-Akku ist leer. Keine Steckdose. Zeit zum Lesen.

17:23 Fast pünktliche Ankunft in Münster, nächstes Treffen direkt am Bahnhof, bin recht entspannt und freue mich, Zeit gespart zu haben.

Reümee: Bahnfahren kann also auch Spaß machen. Hätte ich im RE jetzt noch eine Steckdose und frischen Kaffee wärs perfekt. Demnächst mache ich das Experiment, ganz ohne Auto auszukommen. Aber gleich gehts erst mal wieder auf die A1.

Eine Antwort to “Zugereist”


  1. […] was zu lesen oder zu arbeiten, dass ich noch nicht in Weinkrämpfe ausbreche. Einen kleinen Testlauf hab ich ja schon hinter […]


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