Archiv für 'Startup'Kategorie

Höchste Zeit

13. November 2007

Höchste Zeit

So gesehen schon vor längerem im Uni-Gebäude an der Scharnhorststraße.

Keine Zeit für lange Worte heute. Wir sind im Koffeinrausch.

Die Zukunft des Internet am Ende der Welt

11. November 2007

Prüm ist das Ende der Welt. Von diesem Kaff in der Eifel ist jeder andere Ort maximal entfernt. Der ideale Standort also, um in Ruhe zu konferieren, mit Konzentration und Networking auf höchstem Niveau. Der abendliche Input war beachtlich. Bitburg ist ja auch gleich um die Ecke. Auf Einladung des Aachener Entrepreneurship Teams ging es um “The next big thing on the internet”.

Sich unter DEM Titel in ein Tagungszentrum formerly known as Jugendherberge (tiefe Identitätskrise: Konferenzzimmer und nervige Hightech-Türschlösser, dagegen morgens eiskaltes Wasser aus der Dusche) zurückzuziehen, in dem es keinen brauchbaren Internetzugang gibt, ist mutig. Doch dafür wurden die knapp 30 Teilnehmer durch gehaltvolle Vorträge und gute Gespräche entschädigt.

Ralf Schmelter vom Gründerkolleg der RWTH Aachen, E-Commerce-Experte Jochen Krisch, Serial Founder Nico Lumma, edelight-Gründer Peter Ambrozy und Christian Angele von imedo teilten ihre Erfahrung mit uns, genauso wie mein persönlicher Favorit Martin Oetting. Letzterer hat mich nicht nur in Sachen virales Marketing weitergebracht, sondern auch frisch motiviert, unser Startup mit voller Überzeugung und Energie anzugehen. Ein paar Videos gibts schon bei easn. Danke an dieser Stelle an alle.

Gut gefallen haben mir auch Idee und Team von Rudi rockt, weil sie mit mindestens einem Bein fest in der Offline-Welt stehen: Ein wenig ähnlich zu running dinner werden über rudirockt.de Abende veranstaltet, bei denen sich zufällig zusammengewürfelte Menschen zum Kochen treffen, nacheinander jeweils zu Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Und zum Abschluss gibts eine große Party. In Aachen hat das diese Woche über 1000 Teilnehmer auf die Beine gebracht. Respekt! Jetzt müssen sie “nur noch” anfangen, Geld zu verdienen. Wie ich die fünf Gründer einschätze, wird ihnen das auch nicht all zu schwer fallen.

Im Nachhinein zum titelgebenden Zitat des Wochenendes avanciert ist der meiner Erinnerung nach von Peter geprägte und von Christian und Martin bekräftigte Ausspruch zur Frage, ob man die Ochsentour des Klinkenputzens bei Investoren, Multiplikatoren und den hundsgemeinen Usern nicht abkürzen könne:

“Man muss die Scheisse fressen!”

Es ist wohl was dran. Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Manchmal reicht es, einen Kaffee zu trinken.

Kaffee, natürlich mein Thema auch an diesem Wochenende. Und wieder hat sich gezeigt, wie viel man davon hat, mit seinem Wissen, aber auch seinen Schwächen und Fragen offen auf andere zuzugehen. Ich habe eine Menge gute Anregungen mitnehmen können und vielleicht den einen oder anderen von unserem Produkt überzeugt. Leute, behaltet Eure Ideen nicht in der Schublade. Wenn ein anderer sie einfach klauen und dann schneller und besser umsetzen kann, ist es wahrscheinlich noch nicht die richtige. My two cents zu diesem ewigen Thema.

Ach ja, und wenn ich darauf schon so rumreite… Für den, der es noch nicht weiß: Wir werden Kaffee herstellen und vertreiben. Richtig guten, frischen Kaffee. Mit ziemlich ausgefallenen Aromen. Mass customized vom Flavour über die Bohnensorten bis zum Label. Also gute alte Schule mit Produkt und so. Und wer nun losziehen will und die gleiche Idee umsetzen, sollte vorher auf einen Kaffee bei mir vorbeischauen, denn mittlerweile hab ich sicher ein paar Tips parat. Zum Beispiel, unseren Start Anfang Dezember noch abzuwarten und dann aus unseren Fehlern zu lernen. ;-)

P.S.: Zeitgleich wurde die Vorratsdatenspeicherung verabschiedet und der Karneval, das Fest der Masken, eröffnet. Wie tiefsinnig passend eigentlich.

Wir sind Garagenfirma!

19. Oktober 2007

Schwer zu fassen: Heute hat etwas, das vor wenigen Monaten als Schnapsidee begann, erstmals harte Formen angenommen: Tamer und ich haben unser “Headquarter” renoviert und bezogen - vorerst hinter einem Garagentor. Wie passend. Wenn es auch nicht besonders hell oder geräumig ist, haben wir uns gefreut wie die Schneekönige, denn jetzt sind wir offiziell Garagenfirma!

zuckr Headquarter von außen

Wir sitzen da unten rechts. Eigentlich der Mutter aller Garagenfirmen-Garagen (via Nicole) nicht unähnlich. Wenn das kein gutes Omen ist.

Bis Anfang November wollen wir auch unser virtuelles Zuhause etwas aufhübschen und einrichten, um dann im zuckr-Blog ein wenig mehr darüber zu erzählen, was in dieser Garage so geschieht und warum es uns überhaupt so aufs Land verschlagen hat.

Irgendwo hab ich gelesen, Tiere sind gut fürs Marketing, also bis dahin - bitte sehr:

zuckr corporate doggie and corporate kitty

Einstein (links), unser neuer ständiger Begleiter, hat uns zu seinen CDOs gemacht, Chief Doggy Operators. Ich kenne kein Tier mit einem größeren Spieltrieb. Hält aber ganz schön den Betrieb auf. Erste Einstellungsvoraussetzung bis auf weiteres: Tierlieb und talentiert im Frisbee-Werfen. Praktikums-Gesuche nehmen wir gern zur Prüfung entgegen! ;-)

Fleischwaren-Bonze macht jetzt in AAL?

15. Oktober 2007

Die blöde Überschrift drängt sich auf: Der geschäftsführende Gesellschafter eines Fleischwarenunternehmens bringt mit einer Web 2.0-Plattform Bonzen und Spinner zusammen, schreibt deutsche-startups. Bei bonspin werden Kreative dafür belohnt, ideenarmen Leuten mit Geld dabei zu helfen, zum Beispiel Holzurnen zu kommunizieren oder sich einen “sympathischen Hinweis für Nichtparker” auszudenken.

Auf den ersten Blick dachte ich, moment, das ist doch eigentlich das Konzept “Berater” bzw. “Agentur” - die vermitteln doch Kreative an Unternehmer. Gut, und nehmen echtes Geld dafür. Wofür brauchen nun “Bonzen” und “Spinner” einen passiven Mediator in Form einer Website, der das Gleiche tut?

Auf den zweiten Blick erinnert nicht nur mich bonspin, kreativer Untertitel “brainstorming online”, schwer an das münsteraner Projekt brainr, ergänzt um die Bezahlkomponente. Na gut, auch dass brainr ein Low-Budget-Projekt ist und bonspin dagegen ein wenig marketing-zentrierter herangegangen ist und uns unter anderem das Testimonial “Bella Bonspin” beschert hat.

Das Bezahlmodell ist, zumindest von außen, nicht gerade gläsern. Die insgesamt für ein Brainstorming ausgeschriebenen Punkte werden vom Auftraggeber im Nachhinein unter den hilfreichsten Einsendern verteilt. So weit, so gut. Kommt mir bekannt vor. Dir auch, Micha? ;-) Für die ersten 100 “Ideenpunkte” gibts Prämien, ab da Cash. Aber wieviel?

Ich mochte mich gerade noch nicht anmelden, aber stelle mal eine kurze Überschlagsrechnung an: Für 123 Punkte gibts einen iPod Shuffle. Der ist so zwischen 60 und 80 Euro zu haben, also nehmen wir 50ct pro Punkt an. Für Name und Symbol eines Freizeit-Männerschuhs sind insgesamt 40 Punkte, also nach dieser Rechnung 20 Euro ausgeschrieben.

Die meisten Projekte (größtenteils geschäftlicher Natur und aus dem PR/Marketing/Produktdesign-Bereich) liegen um diese Marke oder darunter. Aufgeteilt auf die teilnehmenden Nutzer werden um die 5 Euro hängenbleiben. Viel für 5 Minuten Nachdenken eines Studenten, wenig für den potentiellen Nutzen beim Auftraggeber.

Ob man das jetzt als win-win-Situation für beide sieht oder als nackten AAL, bleibt jedem selbst überlassen. Aber Brainstormings leben von der Heterogenität der Teilnehmer, und dem kommt die offene Gestaltung von brainr einfach mehr entgegen als die Anmelde- und Mikroverdienst-Lösung bonspin. Vielleicht sollten beide Betreiber mal bei einem Osnabrücker Friedensschinken (und schon Synergien genutzt!) ein Brainstorming betreiben.

Naseweis-Marketing

14. Oktober 2007

Wir waren heute in einem Ausflugslokal am Waldrand. Gleich vor der Eingangstür hatte jemand in großen Buchstaben mit Kreide “NÜSSE” auf den Boden geschrieben. Eine Reihe Pfeile >>>> wies seitlich am Lokal vorbei >>>> über die Kreideschrift >>>>>> “15 Nüsse 50 Cent” >>>>> bis zu einem Campingtisch vor dem benachbarten Wohnhaus, mit einem Karton Nüssen darauf und einem kleinen blonden Jungen dahinter.

“15 Nüsse 50 Cent, 30 Nüsse 1 Euro, 60 Nüsse 2 Euro” stand auf dem Preisschild. Wir haben keine Nüsse mehr bekommen, Florian war schon dabei, den Stand abzubauen. Wie die Geschäfte liefen? Gut, meint er. Und geht die 20 Meter nach Hause.

Kostenlos wertvollen Traffic abgraben, den Kunden einfangen, wenn er ohnehin in Ausgebelaune ist, ein gestaffeltes Preismodell für jeden anbieten und - last but not least - ein kleiner blonder Junge sein. So funktionierts.

Kleiner Nachtrag: Ich habe es in seinem Alter, also mit etwa 7, auch mal mit Nüsse verkaufen probiert. Traffic gab es an der Bushaltestelle vor dem Haus auch, aber nicht das nötige Umfeld. Letztlich bin ich von B2C auf B2B umgeschwenkt und hab die selbstgesammelten Nüsse dem nächstgelegenen Bauern mit Hofverkauf aufgeschwatzt. Geht aber auch nur als kleiner blonder Junge.

Travelling Through Time And Space: Barcamp Berlin / Web2Open / IdeaLab!2007

13. Oktober 2007

Heute ist Reiseplanungstag. Hält ganz schön auf, Tickets zu buchen, Verbindungen rauszusuchen, mal Preise zu vergleichen, und wenn man sich für den Thalys nach Paris entscheidet hört echt alles auf. Buggy, unübersichtlich und schlecht lokalisiert, also genau so, wie man sich eine Buchungsseite nicht wünscht. Bin reumütig zu bahn.de zurückgekehrt.

Hab mir auch schon mal Gedanken über ein mashup von Buchungssystemen über die einzelnen Transportmittel hinaus Gedanken gemacht. Aber ein potentieller Investor meinte mal lapidar: “Herr Achinger, dafür gibt es Sekretärinnen!” Wo ist meine?

Zum Thema:

Mit einem Wartelistenplatz von 36 sieht es, solange die No-Show-Rate mit Köln vergleichbar ist, richtig gut für eine Teilnahme am Barcamp Berlin aus. Flug ist auf Verdacht gebucht. *aufholzklopf*

Gleich im Anschluss kann man die Web 2.0 Expo mitnehmen. Dazu fehlt mir aber im Moment die Muße. Irgendwann müssen die tollen Projekte, die man da vorstellen kann, ja auch entwickelt werden. ;-) Ein paar Stunden Web2Open am Montag sind aber drin. Würde mich freuen, da den einen oder die andere zu treffen.

Sehr gespannt bin ich auf das IdeaLab!2007. Noch kann ich mir alles und nichts darunter vorstellen, aber Jans Liste der Redner hat mich neugierig gemacht. Er und die anderen üblichen Verdächtigen werden schon wissen, warum sie ein Wochenende darauf verwenden. :-)

An dieser Stelle sei noch einmal auf den ersten Web Montag Aachen am 22.10. und die 5. pl0gbar Münster tags darauf hingewiesen. Ich kann leider nicht dabei sein, wünsche aber viel Spaß!

Die wollmilchlegende Eiersau

10. Oktober 2007

Darauf haben wir gewartet: Nach pennerVZ endlich openmyfacevz (via Cordobo), “das totale social network”. Endlich. Das Gründerteam kündigt schon Merchandising auf breiter Front an, aber Kaffeetassen, lieber Cordobo, erschnorrst Du Dir lieber demnächst bei zuckr! ;-)

Ist das herrlich. Egal ob damit eventuell sogar das 1000. Social Network clever beworben wird, etwas tatsächlich innovatives dahintersteckt oder die Sache für sich steht, ich hab mich scheckig gelacht. Und wenn es dann die offiziellen Kaffeetassen gibt, werd ich mir wohl auch eine bestellen…

Dopplr-Effekt fürs Train Set

10. Oktober 2007

Können wir uns nächste Woche in Münster treffen? Nein, da bin ich in Frankfurt. Aber zurück komm ich durch Köln. Bist Du nicht eh in Aachen? Nein, nur noch bis Freitag. Also übernächstes Wochenende? Tut mir leid, da bin ich in Hamburg… Solche Gespräche hab ich original so schon geführt und kam mir ziemlich dämlich dabei vor. Wie ein Abklatsch dieser furchtbar wichtigen Investmentbanker aus der Fernsehwerbung. Tokio? New York? Nein, umsteigen in Hamm.

Seit ich mich mit dem Web 2.0 beschäftige und meine ein, zwei Projekte ernsthaft betreibe, hat sich meine Reiseaktivität enorm verstärkt, und meinem beruflichen Umfeld gehts nicht anders. Zeit also dafür, erstens die Klasse des Train Set auszurufen. Das sind die Leute, die es zwar noch nicht zum Jet Set gebracht haben, aber mindestens genauso viel unterwegs sind - eben mit der Bahn.

Zweitens habe ich mich heute, auf freundliche Einladung von Andreas, bei dopplr angemeldet. Ein bestechend einfacher Dienst im Closed-Beta-Stadium, der mir den derzeitigen groben Aufenthaltsort und die zukünftigen Trips meiner Freunde anzeigt. So kann ich mich zum Beispiel schon mal am Rande des Barcamp Berlin verabreden und nachsehen, ob ich mich mit einem anderen vielreisenden Netzwerker irgendwann mal wieder in einer Stadt befinde.

Wer meint, dass ich mich für seine Reisedaten interessieren könnte, kann mich gerne anmailen. Ich schick dann eine Einladung los.

Rankings für alle

3. Oktober 2007

Gestern bekam ich die Nachricht, dass die Ranking-Plattform woobby sich nach gefühlt ewiger Betaphase heute morgen öffnen wollte. Gespannt auf massig neue Rankings war ich eben dort und ein wenig enttäuscht: Seit der Öffnung sind keine 20 dazugekommen. Darunter größtenteils Musik-Rankings wie die beste deutsche Schlagersängerin. Am beliebstesten zur Zeit: die besten Rhymes im US-HipHop. Offenbar hat woobby diesmal nicht so viel Resonanz erhalten. Oder die Ranking-Freaks sind alle schon seit der Closed Beta da. ;-)

Das Ranking zum besten Kaffee könnte etwas differenzierter sein,  was mir persönlich sehr am Herzen liegt, aber das liegt ja nun in der Hand eines jeden. Was ich an woobby mag, ist dass es sich auf eine Kernfunktion konzentriert, und ich hoffe auch, dass die Macher von der “Freundliche Netzwerke GmbH” (ein wunderbarer Name) das nicht mit zu viel Community-Drumherum verwässern.

Ein wichtiger Schritt ist erstmal, dass sich jeder die Rankings ansehen kann, der nächste wird hoffentlich sein, aus den heimischen Gefilden rauszukommen. Gerne Rankings zu erstellen ist nun mal in meinen Augen keine Leidenschaft, auf der sich eine gute und große Community gründen lässt, also ab mit den Woobby-Rankings in die Musik-, Film-, Startrek- und-so-weiter-Communities!

Herzlichen Glückwunsch nach Pulheim bzw. auf den Golfplatz für die erfolgreich genommene Hürde.

Reminder: Gründerdienstag

2. Oktober 2007

Heute Abend, 20:30 Uhr, DaCapo in Münster:

Gründerdienstag, wie jeden 1. Dienstag im Monat.

Tamer und ich werden ein paar Worte über zuckr verlieren, wenn es jemanden interessieren sollte. ;-)