Schulen und Universitäten blieben bisher weitgehend von Werbung verschont. Den paar Plakaten, Aufklebern und Promo-Aktionen war man spätestens im Hörsaal entgangen. Smaboo schickt sich an, auch diese Hürde noch zu nehmen: Das Startup vermarktet die Laptop-Rückseiten von Studierenden.
Auf so eine Idee sind sicher alle schon mal gekommen, die Nerds in ihrem Freundeskreis haben. Ob CCC-Treffen, Barcamp, Programmiersprache oder Blog-Adresse, die Aufkleber auf dem Rechner sind die Wanderplaketten des 21. Jahrhunderts. Runter damit! Jetzt wird Geld verdient!
Die smaboo-Pilotkampagne soll unter anderem auch in Münster anlaufen. Mal sehen, ob ich einen “sponsored Student” abfangen und mal nach den Verdienstmöglichkeiten fragen kann. Bisher heißt es nur: “Die Teilnehmer werden an den Erlösen der Aktionen beteiligt.”
Wenn der Millionendeal mit rechnR ausläuft, ist mein Laptopdeckel auch wieder frei. Ab 1. Dezember ist er wieder buchbar (Erik, natürlich auch von Dir!). Bei smaboo ist man der Überzeugung, “dass sich fast jede Werbefläche vermarkten lässt“. Na gut. Folgendes biete ich noch mit an:
- Einblendungen in Präsentationen: “diese Evaluation wurde Ihnen präsentiert von…”
- Unvermitteltes lautes Herausschreien des Markennamens auf dem Campus
- Sponsoring-Aufnäher an Hemdkragen, Ärmel, Brust
- Tätowierungen auf Stirn, Nacken und Handrücken
Buchungen mit Gebot bitte gleich hier als Kommentar.
P.S.: Wer vermarket eigentlich die Heckscheiben der tiefergelegten Kompaktwagen allerorten? Je nach Peer Group kleben da vollflächige Logos von Pioneer, Pit Bull, Jägermeister oder Oakley. Die sind meist so häßlich, das kann nicht umsonst sein.
29. November 2007 um 10:42 Uhr nachmittags
Ich hätte noch Platz auf meinem Stativ
30. November 2007 um 12:18 Uhr vormittags
Nun ja, was die Heckscheibenaufkleber angeht - die machen das gratis. Die sind nämlich meist so blöd und finden das cool.
Und zum Thema Tattoo:
Da gab’s doch diese Tante mit dem Stirn-Tattoo für so’n Online-Casino.
Hat nicht auch Taco Bell in den Staaten mal vor n paar jahren jedem, der sich deren Logo stechen lässt, lebenslang Gratis-Essen versprochen?
30. November 2007 um 1:13 Uhr nachmittags
Also ich kenne Leute, die auch freiwillig Werbung auf ihren Laptops tragen
Meins wird jedenfalls nicht durch Aufkleber verunstaltet!
30. November 2007 um 2:04 Uhr nachmittags
Dafür Geld zu bezahlen ist ein gefährlicher Trend, der im nächsten Schritt auch die Gefahr mit sich birgt, dass Wissen nicht mehr neutral vermittelt wird.
3. Dezember 2007 um 11:25 Uhr vormittags
Hohoho.. weltklasse! generell finde ich die idee ganz gut. was mir fehlt: die messbarkeit. ich hatte auch schon solche pläne und habe mich nun aber dazu entschlossen auf die digitale klebefolie zu warten. diese werbeflächen steuer ich dann über das internet und blende, zeitlich und thematisch passend, pornovideos auf die laptopdeckel der studenten.
7. Januar 2008 um 12:51 Uhr nachmittags
[...] schaffen wir es auf einige Sekunden “airtime”. Einen lustigen Artikel mit dem Titel “Diese blöde Frage wird Ihnen präsentiert von..” veröffentlichte Till Achinger aka PFANDTASSE am 29. November. Als “Alternative zum [...]